Omnilingualismus.

Omnilingualismus.

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Über die Fähigkeit, alles und jeden zu verstehen.

Omnilingualismus ist laut Onlinelexikon die Fährigkeit gesprochene und non-verbale Kommunikation zu verstehen. Und das ohne vorherige Kenntnis der Sprachen. Wer einmal im Bereich der außerklinischen Intensivpflege gearbeitet hat wird schnell wissen, wieso wir alle Omnulungualisten sind.

“Woher weiß du das?” – ist neben “Was hat er gesagt?” eine der häufigsten Fragen von Azubis und Angehörigen.

Bei einer Beatmung über die Trachealkanüle werden der Kehlkopf und die oberen Atemwege umgangen, sodass ein stimmhaftes Sprechen nicht möglich ist. Am Anfang ihrer Ausbildung sind die meisten unserer Kollegen davon merklich irrtiert. Auch Angehörige tun sich damit oft sehr schwer. Kennen wir doch ein Gespräch mit unserem Gegenüber ausschließlich über stimmhafte Laute.

Gemeinsam arbeiten wir in einem multiprofessionellen Team an der Selbstständigkeit unserer Klienten. Dazu gehört auch, dass sie sich trotz der fehlenden stimmhaften Sprache ausdrücken können, damit wir sie stets verstehen. Dies gelingt einigen gut, anderen etwas schlechter. Dennoch ist es für uns stets von großer Wichtigkeit, unsere Klienten zu verstehen.

Besonders schwer ist die Kommunikation mit unseren Klienten, die sich im Wachkoma befinden.Mit einigen können wir gemeinsam an der Erlernung eines Augencodes arbeiten, meist ist jedoch nur die Deutung der Körpersprache und der gesamten Ausdrucksweise möglich.

Diese Fähigkeit beruht vor allem auf Intuition und Erfahrung. Man kann sie nicht erlernen, sie gehört zum Berufsbild der Pflegekräfte. Neben Emphatie sind vor allem Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen wichtig, um den Gegenüber zu verstehen.

 

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